Gottesdienst für Mensch und Tier

14. Juli 2026

„Was wir von alten Hunden lernen können“

Alte Hunde werden langsamer. Sie hören manchmal nicht mehr so gut, laufen nicht mehr so weit und brauchen mehr Zeit. Gleichzeitig strahlen viele von ihnen eine Gelassenheit, Treue und Lebensweisheit aus, die berührt. Genau dieser Erfahrung geht der diesjährige Gottesdienst für Mensch und Tier der Kirchengemeinden St. Marien und St. Jakobus nach.

Unter der Überschrift „Was wir von alten Hunden lernen können“ lädt die Gemeinde am Sonntag, 2. August 2026, um 10 Uhr in die St.-Marien-Kirche Winsen ein. Haustiere sind ausdrücklich willkommen und dürfen ihre Besitzerinnen und Besitzer in den Gottesdienst begleiten. 

Die Predigt nimmt Gedanken aus dem Buch Die Weisheit alter Hunde der Autorin Elli H. Radinger auf und verbindet sie mit biblischen Perspektiven auf das Älterwerden. Im Mittelpunkt steht die Frage, was Menschen von Tieren lernen können: Geduld statt Hektik, Vertrauen statt Kontrolle und die Fähigkeit, den Augenblick bewusst zu leben.

Passend dazu steht ein Vers aus Psalm 92 über dem Gottesdienst: „Und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein, dass sie verkündigen, wie der HERR es recht macht.“ Er erinnert daran, dass das Leben nicht allein nach Leistung, Tempo oder Jugend bewertet wird. Gerade im Älterwerden können Reife, Gelassenheit und Hoffnung wachsen. 

Gestaltet wird der Gottesdienst von Pastorin Ulrike Koehn und Prädikant i. A. Sebastian Putensen. Die besondere Atmosphäre eines Gottesdienstes mit Tieren schafft immer wieder berührende Momente: Hunde liegen ruhig neben ihren Menschen, Kinder erleben Kirche gemeinsam mit ihren Haustieren, und viele Besucherinnen und Besucher bringen die Erinnerungen an Tiere mit, die sie über viele Jahre begleitet haben.

Die Kirchengemeinde St. Marien möchte mit diesem Gottesdienst bewusst auch Menschen ansprechen, die vielleicht selten eine Kirche besuchen, sich aber durch die Verbundenheit zu ihrem Tier oder das Thema Älterwerden angesprochen fühlen. „Tiere begleiten viele Menschen oft über einen großen Teil ihres Lebens. Sie schenken Trost, Nähe und Vertrauen. Gerade alte Hunde zeigen uns, dass Würde und Lebensfreude nicht von Schnelligkeit oder Leistungsfähigkeit abhängen. Diese Erfahrungen möchten wir mit der christlichen Hoffnung ins Gespräch bringen.“, so Ulrike Koehn und Sebastian Putensen.