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Superintendentin wechselt nach Sachsen-Anhalt

22. Dezember 2011

Ende Oktober ist die Winsener Superintendentin Ingrid Sobottka-Wermke von der Synode des Kirchenkreises Naumburg-Zeitz in Sachsen-Anhalt zur neuen Superintendentin gewählt worden. Bei der Wahl des Kirchenparlamentes lag sie deutlich vorn. Dienstantritt wird im Frühjahr 2012 sein, verabschiedet wird die Theologin am Sonntag, 5. Februar 2012 um 15 Uhr in der Winsener St. Marienkirche.

Sobottka-Wermke kam am 1. Oktober 2002 nach Winsen und wurde für zehn Jahre gewählt. Fast zeitgleich erhielt ihr Ehemann Dr. Michael Wermke den Ruf als Professor der Religionspädagogik an die theologische Fakultät der Universität Jena. Zurzeit ist er Dekan des Fachbereiches und in dieser Funktion noch stärker vor Ort eingebunden. Insofern freut sich die Pastorin auf den zukünftigen Wirkungsort bei Jena und bedauert gleichzeitig den nahenden Abschied.
“Mir ist der Kirchenkreis Winsen sehr ans Herz gewachsen, aber dennoch freue ich mich auch auf die neue Herausforderung” sagt die Dreiundfünfzigjährige. “Die kirchliche Situation in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland stellt sich allerdings deutlich schwieriger dar, als hier.” Die Christen dort hätten in der Vergangenheit unter den Repressalien des DDR-Regimes gestanden und oftmals die volkskirchliche Basis verloren, so die Superintendentin weiter.

Die neue Aufgabe hat es in sich: Für die 76 Kirchengemeinden ihres neuen Kirchenkreises stehen nur von 20 Pastorinnen und Pastoren zur Verfügung. Die Kirchenmitgliedschaft liegt dort zwischen 10 und 20%. “Da gilt es, neue Kontakte zu knüpfen, für die Kirche zu werben und auch neue Angebote zu entwickeln” ist die Seelsorgerin überzeugt.
Schöne Kirchen gibt es neben dem Naumburger Dom zuhauf im sächsischen Burgenlandkreis unweit von Jena, der anstrebt, als Weltkulturerbe anerkannt zu werden. Gute Ideen und vielfältige Leitungserfahrung bringt Sobottka-Wermke ebenfalls mit. Wie in Winsen auch, wird sie dazu noch mit einem Teil ihrer Arbeitszeit in einer Gemeinde mitarbeiten.

In die Zeit ihres Wirkens im Kirchenkreis Winsen falllen etwa das Bemühen um den Erhalt von Pastoren- und Mitarbeiterstellen, Stiftungsgründungen, das Projekt “vom leben reden”, die Gründung des Kindertagesstätten-Verbandes sowie die Tauffeste an der Elbe oder die Lange Nacht der Kirchen.

Sobottka-Wermke ist Mitglied im Kuratorium der Stiftung “Kirche mit Zukunft”, im Diakonievorstand, in der Milden Stiftung St. Georg und steht dem Kirchenkreis vor. Bis zur Verabschiedung bleibt allerdings noch einiges zu tun: Der Abschluss der Finanzplanung bis 2016, die Besetzung vakanter Stellen und ein Leitbildprozess. Schließlich möchte die Superintendentin einen gut bestellten Acker hinterlassen.
WS